Morgekafi mit Jazztrompeter Michael Neff

Freuden und Sorgen eines freischaffenden Musikers 

Es ist immer wieder erstaunlich, welch’ interessanten Persönlichkeiten die Seniorissimi am Morgekafi begegnen können. Diesmal war es Michael Neff, der die Pforte zu seiner Tätigkeit etwas öffnete und die Anwesenden an seinem Werdegang und seiner wunderbar klingenden Jazz-Musik teilhaben liess.

Im Appenzellerland geboren, war seine erste Begegnung mit Musik – wie übrigens wohl bei vielen – diejenige mit der Blockflöte, gefolgt von Gitarre und schliesslich dem Trompetenspiel, das ihn bis heute fesselt und schliesslich auch ernährt. Michael Neff unterrichtet, komponiert, arrangiert, ist Vater, Hausmann und Netzwerker, stets auf der Suche nach solo-live-Auftrittsmöglichkeiten oder solchen im Zusammenspiel mit anderen Künstlern. Seine Musik ist auch über Streaming-Möglichkeiten, YouTube und wohl auch diverse andere Kanäle zu hören. Am Morgekafi haben die Hörmuster aus Jazz, aber auch aus einem arrangierten Zäuerli sowie solche mit einem Hauch aus der klassischen Musik grossen Zuspruch gefunden.

Michael Neff hat die Anwesenden zudem nicht nur über seine vielfältige Tätigkeit informiert, sondern sie in einer Art Schnellbleiche mit der Zirkularatmung beim Trompetenspiel vertraut gemacht und ihnen die Unterschiede zwischen dem etwas weicher tönenden Flügelhorn und der Trompete nahe zu bringen versucht.

Förmlich spürbar war schliesslich die Erleichterung beim Selbständigerwerbenden Michael Neff, dass die Corona-Pandemie mit ihren bitteren Einschränkungen für freischaffende Künstler vorbei ist. Rückblickend konnte Michael Neff der zurückliegenden Corona-Zeit trotz allem eine gute Seite abgewinnen; er hat seine Schülerinnen und Schüler im Fernunterricht konzentrierter erlebt. Hoffen wir für den sympathischen und offenen Musiker Michael Neff, dass sich eine «Corona-Zeit» nicht wiederholt!